Leitung
6020 Innsbruck, Anichstraße 35
Stellvertretung
Arbeit am Institut
Das Institut wurde 2012 gegründet.
Schwerpunkte:
- Epidemiologische Forschung zur Erfassung der Häufigkeit von Hauterkrankungen bei Kindern, Vergleich von therapeutischen Interventionen.
- Erforschung von Barrierefunktionsstörungen der Haut und Genodermatosen.
- Patientenschulungsprogramme: Etablierung und Evaluierung der Neurodermitis-Schulung für Eltern und Kinder.
www.neurodermitis-schulung.at - Interdisziplinäre Fort- und Weiterbildung in der Kinderdermatologie in Kooperation mit den österreichischen Fachgesellschaften für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV) und Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ).
Veranstaltungen & Webinare
-
KINDER-HAUT-TAG
23.10.2026 | Billrothhaus Wien
Weitere Informationen unter www.kinder-haut-tag.at/web/
Kinder-Haut-Tag
Save the date: 23. Oktober 2026
PD Dr. Robert Gruber, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Dermatologie der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), organisiert den Kinder-Haut-Tag im Wiener Billrothhaus, eine interdisziplinäre Fortbildung sowohl für Haut- als auch für Kinderärzt:innen.
Aufgrund der Vielfalt der Kinderhautkrankheiten und zahlreicher neuer Therapiemöglichkeiten und damit verbundener Herausforderungen, ist ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch aller an der Kinderdermatologie interessierter Kolleg:innen aus verschiedenen Fachdisziplinen von großer Relevanz! Diesen bietet der Kinder-Haut-Tag, der 2010 als erste interdisziplinäre Fortbildung auf dem Gebiet der Kinderdermatologie in Österreich eingeführt wurde. Im Laufe der Jahre hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdreifacht, 2025 nahmen beispielsweise 309 Ärzt:innen sowohl aus der Kinder- und Jugendheilkunde als auch aus der Dermatolgie teil. Dies bestätigt den Bedarf und den Erfolg dieser jährlichen Fortbildung.
Weitere Informationen siehe bitte auch: https://kinder-haut-tag.at/web/

Neurodermitisschulungen
Ass.-Prof.in Dr.in med. univ. Verena Moosbrugger-Martinz, PhD, leitet Neurodermitis-Schulungen
Die Neurodermitisschulung ist eine Schulung für Eltern von betroffenen Kindern zwischen 0-10 Jahren, welche von ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen und ErnährungsberaterInnen geleitet wird und die zur Vermittlung grundsätzlicher Kenntnisse der Erkrankung und Therapieprinzipien sowie als Anleitung als Ergänzung zum Arztbesuch dienen soll.
Hauptziele der Schulung sind ein Training im Umgang mit Basispflege und Heilcremen, Ernährung, Allergie, Kratzaltnerativen, Stressbewältigung und Erkennen von Komplikationen der Neurodermitis.
Wenn Sie sich Fragen stellen, wie: Darf mein Kind baden? Muss mein Kind auf Lebensmittel verzichten? Wie oft muss ich mein Kind eincremen? Welche Kleidung verträgt mein Kind? Darf mein Kind Sport machen? Wie schaffe ich es, dass mein Kind aufhört zu kratzen? Welche Nebenwirkungen hat Cortison? Gibt es Stufenpläne in der Therapie? Gibt es andere Eltern mit denen ich mich austauschen kann? ... Dann ist die Schulung für Sie genau das Richtige.
Anmeldung: verena.martinz@i-med.ac.at

Weltkongress für Dermatologie
Priv.-Doz. Dr. med.univ. Robert Gruber ist Generalsekretär des 16. Weltkongresses für Kinderdermatologie, der vom 03. bis 07.09.2029 in Salzburg stattfinden wird.
Erwartet werden bis zu 4.000 Teilnehmende aus aller Welt. Der Kongress bietet Fachleuten aus den Bereichen Dermatologie, Kinder- und Jugendheilkunde und anderen Fächern eine einzigartige Plattform zum internationalen Austausch, zur Fortbildung und zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Fachgebietes. Neben einem wissenschaftlichen Programm mit renommierten Vortragenden, Plenarsitzungen und Symposien zu den neuesten Fortschritten in der Kinderdermatologie sind auch interaktive Workshops, Fallpräsentationen und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen geplant. Das ist nach 1892 (!) erst der zweite dermatologische Weltkongress in Österreich.
Prof. Dr. med. Peter Höger in Innsbruck
Seit 2025 verstärkt Prof. Dr. med Peter Höger das Team der Univ.-Hautklinik Innsbruck
Prof. Dr. med. Peter Höger, Chefarzt für Pädiatrie und Pädiatrische Dermatologie/Allergologie am Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift, Hamburg, verstärkt seit 2025 das Team der Innsbrucker Universität Hautklinik mit zahlreichen Initiativen zur Forschung pädiatrisch-dermatologischer Krankheitsbilder und zahlreichen Fortbildungsvorträgen sowohl an der Haut-, als auch an der Kinderklinik der Medizinischen Universität Innsbruck. Prof. Höger ist international führend in der Pädiatrischen Dermatologie. Seine Forschungsinteressen inkludieren neonatale Krankheitsbilder, Hautphysiologie, topische Therapien, vaskuläre Erkrankungen und Infektionen.
Die Finanzierung wird zur Gänze vom Karl Landsteiner Institut für pädiatrische Dermatologie und seltene Erkrankungen übernommen.

Entzündungshemmende Effekte einer IL-4/IL-13-Hemmung bei Verhornungsstörung
Facharzt Dr. Stefan Blunder, PhD, beschreibt die antientzündlichen Effekte einer IL-4/IL-13 Blockade bei SPINK5-sEDD (Netherton Syndrom).
In einer kürzlich veröffentlichen Studie haben Dr. Stefan Blunder und Privatdozent Dr. Robert Gruber die Auswirkungen einer Behandlung von Patient:innen mit SPINK5-sEDD (Netherton Syndrom) mittels Biologikum mit hemmender Wirkung auf die Entzündungsmediatoren IL-4 und IL-13 untersucht. Bei den so Behandelten stellte sich eine von ca. 8 Wochen bis ca. 30 Wochen nach Therapiebeginn anhaltende Besserung ein. Sowohl die Hautrötung als Ausdruck der Entzündung als auch die Schuppung besserten sich, ohne dass namhafte Nebenwirkungen festgestellt wurden. In Blut- und Hautproben der Patient:innen mit der Erkrankung wurde ein Rückgang von Entzündungsmarkern und eine Normalisierung der Epidermisstruktur beobachtet.
Literatur:
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/exd.70113

Neue Klassifikation für Ichthyosen und Keratoderme
Es gibt eine neue Benennung und Einteilung von Ichthyosen und Keratodermen, die unter Mitarbeit von Prof. Dr. Matthias Schmuth im Rahmen internationaler Konsensus-Konferenzen erarbeitet wurde.
Früher wurde vor allem nach der Hautbeschaffenheit benannt. Dabei wurden beschreibende Begriffe verwendet, die falsch verstanden werden können. Der alte Begriff „Ichthyose“ vergleicht die Haut der Betroffenen mit Fischschuppen, „Hystrix“ vergleicht mit der eines Stachelschweins und „Harlekin“ bezieht sich auf eine lustige Bühnenfigur. Diese Bezeichnungen, die sich auf die Hautbeschaffenheit beziehen, sind nicht sehr zutreffend bzw. unangemessen. Sie können den Fortschritt in der Forschung und Behandlung dieser Erkrankungen sogar verlangsamen.
Die neue Klassifikation, die in Zusammenarbeit zwischen Expert:innen und Patient:innenvertretungen entwickelt wurde, hat folgende Ziele:
- Neue, präzisere Namen: Verknüpfung der Erkrankung mit der spezifischen genetischen Ursache.
- Gezielte Behandlung begünstigend: Den Behandlern die Ursache vor Augen haltend, damit bessere und gezieltere Behandlungen angestrebt werden.
- Vermeidung stigmatisierender oder veralteter Begriffe: Keine Namen, die falsch verstanden werden können.
- Forschung und Studien erleichtern: Unterstützt neue Forschungsansätze und die Entwicklung fortschrittlicher Therapien.
Nach der neuen Klassifikation spricht man von Epidermal Differentiation Disorders (EDD) und unterscheidet nicht-syndromale (nEDD) von syndromalen (sEDD) und palmoplantaren (pEDD) Krankheitsbildern.

Mehrere Publikationen beschreiben die neue Klassifikation:
1. academic.oup.com/bjd/article/193/4/592/8106537?login=true
2. academic.oup.com/bjd/article/193/4/619/8123428?login=true
3. Academic.oup.com/bjd/article/193/3/364/8086968?login=true
