Karl Landsteiner Gesellschaft

Institut für Gesundheitsförderungsforschung

Leitung
  • Prim. Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Thomas E. Dorner, MPH
    BVAEB Gesundheitseinrichtung Sitzenberg-Reidling
    Gesundheitsstraße 1, 3454 Sitzenberg-Reidling
    thomas.dorner@bvaeb.at
Stellvertretung
  • Mag. Dr.rer.nat. Christian Lackinger
  • Mag. Dr.rer.soc.oec. K. Viktoria Stein
Arbeit am Institut

Das Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsförderungsforschung ist in der BVAEB Gesundheitseinrichtung Sitzenberg-Reidling angesiedelt. Diese Einrichtung versteht sich als DAS Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Prävention. Analog dazu verfolgt das Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsförderungsforschung die Absicht, DAS Forschungsinstitut für Gesundheitsförderung und Prävention mit Schwerpunkt lebensstilbasierte Gesundheitsförderung in Österreich zu sein.

Gesundheitsförderung und Prävention
Gesundheitsförderung zielt darauf ab, die Gesundheit zu steigern ohne Krankheitsbezug. Das heißt unabhängig davon, ob Krankheiten vorliegen oder nicht, kann immer mehr an Gesundheit dazugewonnen werden. Die Gesundheit wird dadurch gefördert, dass Gesundheitsressourcen identifiziert und gezielt gefördert werden. Das geschieht durch individuelle Maßnahmen, in dem Menschen einerseits dazu motiviert werden, sich für eine gesunde Lebensführung zu entscheiden, aber auch durch gemeinschaftliche Maßnahmen, dadurch, dass das Umfeld so gestaltet wird, dass Entscheidungen für einen gesunden Lebensstil zur leichteren Alternative gemacht werden.
In der Prävention geht es darum, etwas zu verhindern, das eintreten würde, wenn man nicht gegensteuert, z.B. Krankheiten, Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit, Verschlechterung der Lebensqualität, vorzeitige Mortalität, etc. Die Prävention zielt vor allem darauf ab, Gesundheitsbarrieren zu identifizieren und diese zu reduzieren.

Forschungsprogramm des Karl Landsteiner Institutes für Gesundheitsförderungsforschung
Die inhaltliche Ausrichtung des Forschungsprogrammes (analog zu den Maßnahmenclustern, die in der GE Sitzenberg angeboten werden) legt einen Schwerpunkt auf lebensstilbasierte Gesundheitsförderung. Die Maßnahmen umfassen fünf zusammenhängende Bereiche:

  • Bewegungsförderung
  • Ernährungsoptimierung
  • Stressbewältigung
  • Sozialkapitalerhöhung und
  • Gesundheitskompetenzsteigerung.

Tätigkeitsfelder des Karl Landsteiner Institutes für Gesundheitsförderungsforschung
Die Forschungstätigkeit des Institutes geht über die Tätigkeiten der Gesundheitseinrichtung Sitzenberg hinaus. Folgende 4 Tätigkeitsfelder werden in unterschiedlichen Programmen und Kooperationen bearbeitet:

  • Stationärer Gesundheitsförderungsaufenthalt in Sitzenberg
  • Gesundheitsförderungsforschung in der BVAEB und der BVAEB-Einrichtungen
  • Kooperationen mit externen Partnern
  • Eigene Forschung des Karl Landsteiner Institutes, finanziert aus Forschungsförderungstöpfen.

Forschungsmethoden

  • Quantitative Methoden
    Randomisierte kontrollierte Studien (RCT)
    Auch in der Gesundheitsförderungsforschung sind RCTs möglich und nötig, und gelten auch hier als Goldstandard. Sowohl Individuen als auch Settings können in der Gesundheitsförderungsforschung randomisiert werden.
    Longitudinalstudien
    Insbesondere Kohortenstudien werden im KLI für Gesundheitsförderungsforschung angestrebt. In diesem Fall werden Parameter, beispielsweise im stationären Aufenthalt in der GE Sitzenberg erhoben, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können anhand von Routinedaten der Sozialversicherung weiterbeobachtet werden.
    Querschnittstudien und Querschnittsreihe
    Durch Querschnittstudien sind Forschungsergebnisse bereits in relativ kurzer Zeit zu erzielen. Existierende und noch zu erstellende Datensätze im Bereich lebensstil-basierter Gesundheitsförderungsforschung können für wissenschaftliche Publikationen herangezogen werden. Bei Querschnittsstudien, die wiederholt durchgeführt werden, also Querschnittsreihen können zusätzlich Zeittrends analysiert werden.
  • Qualitative Methoden
    Qualitative Methoden haben ihre Berechtigung, wenn vor allem von Interesse ist, was, wie und warum etwas getan wird. In der Gesundheitsförderungsforschung, bei der eine aktive Beteiligung notwendig ist, wird auch vermehrt auf partizipative Forschungsmethoden gesetzt. Das bedeutet, dass die Forschungsfrage, das Design und die Methoden gemeinsam mit den Studienteilnehmenden festgelegt werden.
Fotos
Prim. Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Thomas E. Dorner, MPH
Prim. Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ.
Thomas E. Dorner, MPH
Mag. Dr.rer.nat. Christian Lackinger
Mag. Dr.rer.nat.
Christian Lackinger
Mag. Dr.rer.soc.oec. K. Viktoria Stein
Mag. Dr.rer.soc.oec.
K. Viktoria Stein