Leitung
1160 Wien, Montleartstraße 37 georg-christian.funk@gesundheitsverbund.at
Arbeit am Institut
Das Karl-Landsteiner Forschungsinstitut für Lungenforschung und Pneumologische Onkologie widmet sich folgenden wissenschaftlichen Schwerpunkten:
- Klinische Studien zur Überprüfung der Sicherheit und Wirksamkeit onkologischer Therapien bei Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs
- Klinische Studien zur Durchführbarkeit, Sicherheit, und Wirksamkeit pharmakologischer und nicht-pharmakologischer Behandlungsoptionen bei Patientinnen und Patienten mit COPD
- Klinische Studien zur Durchführbarkeit, Sicherheit, und Wirksamkeit pharmakologischer Behandlungsoptionen bei Patientinnen und Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen
- Landsteiner Lung Cancer Studie (LALUCA): Es handelt sich hierbei um ein prospektives Lungenkrebsregister, mit dem Hauptaugenmerk auf diagnostische Prozesse, therapeutische Entscheidungen, und Prognose im klinischen Alltag.
- Durchführung von „real-life“ Studien im Bereich COPD, interstitieller Lungenerkrankungen, und Lungenkrebs mit dem Ziel einer verbesserten Charakterisierung betroffener Patientinnen und Patienten
- Teilnahmen an nationalen und internationalen Registerstudien (z.B.: Alpha-1-Antitrypsin-Mangel) mit dem Ziel ein besseres Verständnis für Verlauf pneumologischer Erkrankungen und deren Behandlungserfolg zu erreichen
- Kooperation mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin zwecks Erforschung der Auswirkungen einer strukturierten Therapiezielfindung auf medizinethische Entscheidungen
- Gesundheitsförderung durch ein qualitätsgesichertes und wissenschaftlich begleitetes kostenloses Rauchentwöhnungsprogramm - Gemeinsam frei atmen - ein 8‑wöchiges Gruppenprogramm für Menschen mit Asthma oder COPD sowie alle Personen, die ihren Nikotinkonsum beenden möchten - unterstützt durch professionelle Begleitung, Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung. Mehr Informationen unter www.gemeinsam-frei-atmen.at
Bei klinischen Studien werden Phase 1, Phase 2, Phase 3, und Post-Market-Forschungsstudien der Phase 4 durchgeführt. Darüber hinaus führt das Institut eine Reihe von „investigator-initiated trials“ und akademische Forschungsprojekte mit nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kooperationspartner durch.
Unsere wissenschaftlichen Kooperationspartner sind:
- Medizinische Universität, Wien
- Medizinische Universität, Graz
- Austrian Institute of Technology
- Institut für Ethik und Recht in der Medizin
- Psychologische Fakultät der Universität Wien
- Thoraxklinik, Universitätsklinikum Heidelberg
- University of Pittsburgh School of Medicine
- University Medical Center Groningen
- Royal Brompton Hospital
- Karls-Universität, Prag
- DEEP VR (www.exploredeep.com)
- Heisenberg Chair for Medical Risk Literacy and Evidence Based Decisions, Clinic for Anesthesiology & Intensive Care Medicine Charité - Universitätsmedizin, Berlin, Germany
- Center for Adaptive Rationality, Max Planck Institute for Human Development, Berlin, Germany
- Department of Medicine and Surgery (DiMeC), University of Parma, Parma, Italy
- University of Health Sciences, Beaumont Hospital Dublin 9 Ireland
- Department of Pneumology, University Hospital Zurich, Zurich, Switzerland
Aktuelle Forschungserbnisse
- Datum: Oktober 2025, Thema: Alpha-1 Antitrypsinmangel, Veranstaltung: European Respiratory Society (ERS) Congress:
Titel: “Severe Alpha-1 antitrypsin deficiency detected via Family Screening – Are never-smokers disease free?”
Ergebnisse: Nie‑Raucher, die über ein Familienscreening diagnostiziert werden, sind nicht krankheitsfrei. Selbst mit Familienscreening erfolgt die Diagnose zu spät, was sich an ausgeprägten radiologischen Veränderungen zum Zeitpunkt der Diagnose und einem bereits eingetretenen Rückgang der Lungenfunktion zeigt – sogar bei nie rauchenden, asymptomatischen Personen, die in ihren frühen 40ern diagnostiziert werden. - Datum: September 2025, Thema: Lungensonografie, Veranstaltung: Österreichische Gesellschaft für Pneumologie Jahrestagung
Titel: „Lungenpuls zum sonographischen Pneumothoraxauschluss: B-Bild, M-Mode oder Power-Doppler?“
Ergebnisse: Der Lungenpuls kann mit dem Power-Doppler bei Gesunden verlässlich und besser als mittels M-Mode dargestellt werden. Als zusätzliche Modalität kann der Power-Doppler unterstützend verwendet werden, um den dynamischen Lungenpuls als Standbild zu objektivieren. Die hohe Reproduzierbarkeit in den ventralen Thoraxbereichen ist für Akutsituationen mit Pneumothoraxverdacht vielversprechend.
Neue Projekte
- Klinische Studie DAREON®-Lung-1: A Phase III multi-center, open-label, randomised trial of intravenous obrixtamig in combination with atezolizumab, carboplatin, and etoposide vs. atezolizumab, carboplatin, and etoposide as first-line treatment in patients with extensive-stage small cell lung cancer
- StressLung Studie: Diese zielt darauf ab, digitale Lösungen zur Bewältigung des psychologischen Stresses bei Lungenkrebspatient:innen zu erforschen und zu implementieren. Die Studie untersucht den Einsatz der digitalen Stressmanagement-App „EPIGRAM“ als Ergänzung zur Standardtherapie, um die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern.
- PRoVENT 2+: Erhebung zur aktuellen klinischen Praxis der intensivmedizinischen Beatmung – Eine internationale, multizentrische, prospektive, beobachtende Intensivstations-Kohortenstudie des PROVEnet. Diese Studie trägt zur Charakterisierung der derzeitigen Praxis der maschinellen Beatmung bei erwachsenen Patienten ohne ARDS auf der Intensivstation bei.
Weitere Projekte
- Klinische Studie ARTEMIDE-Lung02: Eine randomisierte, doppelblinde, multizentrische, globale Phase-III-Studie zu Rilvegostomig oder Pembrolizumab in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung von Patientinnen und Patienten mit metastasiertem plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit PD-L1 Expression
- Longitudinal Analysis of Lung Cancer Austria (LALUCA): LALUCA ist eine österreichische Forschungsplattform, die durch umfassende longitudinale Datenerhebung die Diagnose‑, Behandlungs‑ und Versorgungsqualität von Lungenkrebspatientinnen und -patienten systematisch analysiert und verbessert. Ziel ist es, durch realitätsnahe klinische Daten bessere Therapieentscheidungen, transparente Qualitätsmessung und eine optimierte Patientenversorgung zu ermöglichen. Mehr Informationen unter https://www.laluca.at/
- Austrian Alpha‑1 Lung Registry erfasst systematisch Patientinnen und Patienten mit Alpha‑1‑Antitrypsinmangel in Österreich und bildet damit eine zentrale Grundlage für die nationale epidemiologische und klinische Datenerhebung. Parallel dazu fließen die Daten in das europäische Referenzregister der European Alpha‑1 Research Collaboration (EARCO) ein, um eine überregionale wissenschaftliche Analyse und Vergleichbarkeit zu ermöglichen.
- Interstitial Lung Disease Registry Study ist eine abteilungsübergreifende prospektive und retrospektive Registerstudie in Österreich, die den gesamten Verlauf einer Lungenerkrankung von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge detailliert erfasst. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, die Wirksamkeit der Behandlungen und die Prognose der Erkrankung künftig deutlich zu verbessern.
Veranstaltungen & Webinare
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Praxiskurs Thoraxsonographie - Anwendung in der Notfall-& Intensivmedizin und Pneumologie
12.03.2026-13.03.2026
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Praxiskurs Thoraxsonographie - Anwendung in der Notfall-& Intensivmedizin und Pneumologie
12.11.2026-13.11.2026
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Praxiskurs Interventionelle Thoraxsonographie - Anwendung in der allgemeinen Pneumologie und Thoraxonkologie
26.11.2026
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Neue Gruppenterminefür das kostenlose Rauchentwöhnungsprogramm „Gemeinsam frei atmen“
ab März 2026
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Fotos

Karl Landsteiner Institut für Lungenforschung und Pneumologische Onkologie am Standort Klinik Ottakring