Institutsleiter:
Prim. Dr. Rainer Fliedl
LK Thermenregion Mödling
Fürstenweg 8
2371 Hinterbrühl
Tel.: 02236/204-7612
Das Institut von Prof. Dr. Anton Leitner wurde bei der Mitgliederversammlung im April 2010 von Prim. Dr. Rainer Fliedl übernommen.
Mitarbeiterin:
Mag.a Petra Katzenschläger petra.ka@gmx.at
Räumliche Beschränkung
Immer wieder führen Krisen dazu, dass räumliche Beschränkungen notwendig werden. Es handelt sich dabei um eine wichtige Maßnahme, die einen geschüzten Rahmen schafft, um die PatientInnen vor Selbst- und Fremdgefährdung zu bewahren. Gleichzeitig stellen räumliche Beschränkungen allerdings auch Übergriffe von den Mitarbeitern den Kindern und Jugendlichen gegenüber dar.
An der Station untersuchten wir über einen Beobachtungszeitraum von Jänner 2008 bis heute die räumlichen Beschränkungen anhand eines selbsterstellten Fragebogens, auf dem unter anderem die Beschränkungsdauer, die Beteiligten, die Auslöser, die verbale Erreichbarkeit, das deeskalierende Gespräch, die Art der Beschränkung und die weitere Vorgehensweise festgehalten werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Nachbesprechung der beteiligten Personen.
Die statistische Auswertung folgt. Wir werden unter anderem die Zusammensetzung des Patientenkollektivs mittels ICD-10, die Häufigkeit der räumlichen Beschränkungen und die Schwankungen der räumlich beschränkten berechnen.
Der therapeutische Raum und ein Versuch ihn zu erfassen:
Eine Studie: Die OPD-KJ Beziehungsachse in Diagnostik und Therapie jugendlicher Patienten
Beziehung wird in vielen psychotherapeutischen und milieutherapeutischen Tätigkeitsfeldern in den Mittelpunkt therapeutischer Bemühungen gestellt.
Diese Arbeit versucht die Dynamik der therapeutischen Beziehung durch das Erfassen von Beziehungsmustern und deren Wechselwirkung zwischen Innen und Außen, zwischen Ich und Du nicht nur zu reflektieren und zu beschreiben, sondern auch zu operationalisieren und so den wissenschaftlichen Untersuchungen zugänglich zu machen.
OA. Dr. Noske nimmt inter- und intrapsychische Beziehungen, die sich im Raum zwischen Jugendlichen und seinem Gegenüber entfalten zum Fokus und untersucht, wie diese Beziehungen beobachtet, beschrieben und im Zusammenhang mit dem intrapsychischem Erleben des Jugendlichen, aber auch des Therapeuten gebracht werden können.
Elternstudie
Elternarbeit wird in der KJPP als wesentlicher Teil des Behandlungskonzeptes gesehen.
Unter dem Titel: „Ohne Eltern, keine Kinder“ stellten Frau Jekat und Mag. Pobuda Überlegungen für das Symposium „Die Eltern, die Kinder und wir“ (2010) an. Diese Studie wird im Klinikalltag weitergeführt, um den Zusammenhang zwischen dem Behandlungserfolg der PatientInnen und der von den Eltern erlebten Behandlungszufriedenheit auch hinsichtlich der verschiedenen Behandlungsaspekte transparent machen zu können.
Störung des Sozialverhaltens
Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik des Kindes- und Jugendalters (OPD-KJ) besteht aus vier Achsen: Konflikt-, Struktur-, Beziehungsachse und den Behandlungsvoraussetzungen. Diese Studie konzentriert sich auf Kinder- und Jugendliche mit Störung des Sozialverhaltens (mit und ohne Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit/ohne Hyperaktivität). Diese Untersuchung soll die Differenzen zwischen den Strukturclustern im Hinblick auf z.B. Ressourcen, Soziodemographische Daten sichtbar machen.
Netzwerk zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Industrieviertel
Die vielen Hilfsangebote im Kinder- und Jugendlichenbereich verunsichern die Betroffenen. Es ist möglich, dass sich keine Institution für die Kinder- und Jugendliche zuständig fühlt.
Durch die verschiedenen Behandlungslinien kommt es zu einem deutlichem Aufwand und einer Wiederholung von Behandlungspassagen ohne jeglichen Erfolg. Daher erscheint es als sinnvoll die Angebote im Rahmen von Frühförderung, Kindergarten, Schule, Jugendwohlfahrt, Kinder- und Jugendpsychiatrie so zu koordinieren, dass die einzelnen Fäden einer Behandlung zu einem behandelnden Netzwerk verknüpfen werden können.
Unser Projekt soll einerseits die Möglichkeiten aufzeigen und anderseits ein Monitoring des Behandlungsverlaufs entwickeln und in weiterer Folge diesen durchführen und evaluieren.
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