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Institut für Infektionsepidemiologie und Impfwesen

Dr. Gerald Eder
Julius Raab Promenade 7
3100 St. Pölten
Telefon: 02742/32829
Fax : 02742/32829- 4
E-Mail: Karl-Landsteiner-Institut@dr-eder.com


Das Karl Landsteiner Institut für Infektionsepidemiologie und Impfwesen mit Sitz in St. Pölten (Julius Raab Promenade 7) wurde im Frühjahr 2005 gegründet und wird einen neuen Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten setzen. Das Institut wird im Kollegialprinzip von Prof. Dr. H. Kollaritsch und Dr. G. Eder geleitet.

Thematisch wird das Institut epidemiologische Studien in NÖ durchführen, neue Impfstrategien entwickeln, sich mit der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen neu auftretende Infektionskrankheiten befassen und auch in Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie klinische Prüfungen von neuen Impfstoffen durchführen.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier des Instituts, die am 26.9.2005 im Landhaus stattfand, berichtete anschließend an die Begrüßung durch Landesrat für Gesundheit und Naturschutz Emil Schabl und dem Abgeordneten zum NÖ Landtag Dr. M. Michalitsch, der in Vertretung von Landeshauptmann Dr. E. Pröll an der Veranstaltung teilnahm, der Präsident der Karl Landsteiner Gesellschaft, MR Dr. G. Weintögel, über die strategische Ausrichtung der Karl Landsteiner Gesellschaft und deren Forschungsinstitute. Dr. G. Eder informierte über die Forschungsschwerpunkte des Instituts in den kommenden Jahren.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten wird der Aufbau eines NÖ Influenzanetzwerks stehen. NÖ besitzt im Gegensatz zu Wien bisher kein epidemiologisches Netzwerk, das Influenza (Grippe) Cluster frühzeitig melden könnte.

Im Anschluss daran hielt Prof. Dr. H. Kollaritsch den Hauptvortrag mit dem Titel „Influenza – Epidemiologie und Impfung“.

Die Veranstaltung wurde auch in der Presse gewürdigt.

ORF NÖ brachte in der Sendung „Niederösterreich Heute“ einen Beitrag von der Eröffnung, in dem vor allem auf die Bedeutung der Grippeimpfung, die zur Zeit in Österreich eine Akzeptanz von nur etwa 20 % bei den unter 60 jährigen aufweist, hingewiesen wurde.

Kurzfassungen der Vorträge und eine Kopie des ORF Beitrags können vom Institut jederzeit kostenlos angefordert werden. Wir danken an dieser Stelle der Fa Novartis für die bisherige Unterstützung unserer Arbeit

Wissenschaftliche Tätigkeiten:

Grippe-Netzwerk:
In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten für Allgemeinmedizin wird in NÖ besonders an der nördlichen und östlichen Grenze ein Netzwerk von 20 bis 25 Meldestellen in enger Kooperation mit der NÖ Landesregierung und dem Ministerium für Gesundheit und Frauen aufgebaut. In den letzten Monaten wurden dafür bereits mehrere Meldestellen etabliert, die die Meldung der Grippe-Fälle noch in dieser Saison aufnehmen werden. Als Sponsor konnte die NÖ Landesregierung gewonnnen werden, die diese Tätigkeit finanziell unterstützen wird.

Grippe-Modellstadt Wieselburg:
Im November 2005 wurde das Projekt – Grippe Modellstadt Wieselburg gestartet. Im Rahmen dieses Modells wird die Akzeptanz der Grippe Impfung, die Durchimpfungsrate, die Ausbreitung von grippalen Infekten und echter Grippe in den Haushalten von Wieselburg in den nächsten Saisonen untersucht. Unter der Patronanz des Bürgermeisters und Landtagsabgeordneten Mag. G. Leichtfried und Landesrat E. Schabl fand dazu eine Einführungsveranstaltung am 21.11.2005 im Vortragssaal des Messegeländes statt, die von der Wieselburger Bevölkerung mit großem Interesse besucht wurde.

Dr.G. Eder berichtete über die Initiative Grippe – Modellstadt Wieselburg und die geplante Organisation. Prof. Dr. H. Kollaritsch hielt einen Vortrag über das Thema „Vogelgrippe- Fakten und Fiktion“.

Neben der Vorstellung des Projekts Grippe Modellstadt Wieselburg wurde gleichzeitig eine Grippe Impfaktion für die Bevölkerung gestartet. Die Wieselburger hatten die Gelegenheit für einen kleinen Kostenbeitrag Grippe geimpft zu werden. Dies wurde möglich durch den finanziellen Beitrag der Stadt Wieselburg, durch die Unterstützung der Fa Novartis, und des Wieselburger Gemeindearztes Dr. Huemer, der 3 weiteren Allgemeinmediziner und der Kinderärztin der Stadt, die diese Impfaktion kostenlos in den Räumen des Rathauses am 1. 12. 2005 durchführten. Insgesamt wurden an die 100 bisher noch nicht geimpfte Personen Grippe geimpft.

Wir bedanken uns für die tatkräftige Unterstützung bei dem Gemeindearzt Dr. Franz Huemer, den Ärzten für Allgemeinmedizin Dr. Nabil Badawi, Dr. Ahmed Zedan, Dr. Wolfgang Schmatz, Dr. A Fritsch, der Kinderärztin Dr. Tatjana Offenberger und Herrn Bürgermeister Mag. G. Leichtfried und seiner Mannschaft.

Wir erwarten uns von diesem Projekt eine wesentlich verbesserte Impfaktzeptanz und vor allem dadurch auch eine Verringerung der jährlichen Absenzen der Schüler und Berufstätigen.

Es ist geplant, dieses Projekt über mehrere Jahre fortzusetzen.

Wir bedanken uns bei Frau Mag. Alphart von Novartis Pharma Ges.m.b.H für die großzügige finanzielle Unterstützung zur Durchführung der beiden Veranstaltungen. Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht möglich gewesen, den Aufbau des Influenza-Netzwerks zu beginnen.

Verbesserte Durchimpfungsraten mit dem Grippe Impfstoff:
Auftakt für verschiedene Vorträge zu dem Themen Grippeimpfung und Pandemie bildete die Grippeimpfung von Landesrat für Gesundheit und Naturschutz Emil Schabl von der NÖ Landesregierung. Landesrat Schabl ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich Grippe impfen. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung seinem Beispiel zu folgen, da mit einer verbesserten Durchimpfungsrate bereits der erste Schritt in Richtung Verhinderung einer Pandemie gesetzt wird.

Klinische Prüfung eines Impfstoffes:
Im September 2005 wurde die klinische Prüfung eines neuen Japan Enzephalitis Impfstoffes in den Räumen des Instituts begonnen. Die Japan Enzephalitis wird durch Viren verursacht, die von Stechmücken übertragen werden. Die Mücken saugen an Tieren, Vögeln und Menschen. Die Larven der Stechmücken werden in Reisfeldern, Sumpflandschaften oder Tümpeln in der Nähe kultivierter Felder gefunden. In den tropischen Regionen Asiens beschränkt sich die Aktivität der Stechmücken meist auf einen Zeitraum von mehreren Monaten. In den nördlichen Regionen kann die Übertragung laut Weltgesundheitsbehörde ganzjährig erfolgen. Die Übergänge sind aber nicht scharf begrenzt und werden zusätzlich durch die Regenzeit beeinflusst. Viele Erkrankungen verlaufen subklinisch, d.h. ohne typische Krankheitssymptome. Die Infektion kann aber eine akute Enzephalitis, d.h. Entzündung des Gehirns verursachen, die zu Lähmungen, Krampfanfällen, Koma und schließlich zum Tod führt. In Asien treten etwa 30 000 bis 50 000 Fälle pro Jahr auf. Etwa ein Drittel der erkrankten Patienten verstirbt an der Krankheit und ein weiteres Drittel überlebt nur mit schweren neurologischen Schäden. Junge Personen sind häufiger unter den Fällen mit neurologischen Dauerschäden anzutreffen als Ältere, da die Sterblichkeitsrate bei älteren Menschen höher ist.

Der Erreger der Krankheit gehört zu der Gruppe der Flavi Viren. Das FSME Virus gehört derselben Virusgruppe an. Die Therapie der Japan Enzephalitis ist ähnlich wie bei der FSME Erkrankung und zwar rein symptomatisch – es gibt keine spezifische Behandlung. Die Inkubationszeit, das ist die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome, dauert 1 bis 2 Wochen. Die Erkrankung beginnt mit Kopfschmerzen und Fieber. Kinder zeigen häufig Krampfanfälle.

Die Japan Enzephalitis Impfung ist eine überaus wichtige Impfung für Reisende in die Endemiegebiete Asiens. Die Studie wird voraussichtlich im Frühsommer 2006 abgeschlossen werden.


Karl Landsteiner Institut für Infektionsepidemiologie und Impfwesen St. Pölten
Offizielle Eröffnung des Instituts

Das im Frühjahr 2005 gegründete Institut für Infektionsepidemiologie und Impfwesen der Karl Landsteiner Gesellschaft wurde am 26. September 2005 im NÖ Landhaus Haus 1A 2. Stock Saal: Industrieviertel offiziell eröffnet. Die Karl Landsteiner Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt neue Forschungsimpulse in NÖ in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesregierung, der Donau Universität Krems und der NÖ Ärztekammer zu setzen.

Anläßlich der Eröffnung berichtete der Präsident der Karl Landsteiner Gesellschaft MR Dr. Weintögel über die strategische Ausrichtung der Karl Landsteiner Gesellschaft und der Forschungsinstitute, Dr. G. Eder informierte über die Forschungsschwerpunkte des Karl Landsteiner Instituts für Infektionsepidemiologie und Impfwesen, sowie über den Aufbau eines Influenza Netzwerks in NÖ . Hauptredner war Prof. Dr. H. Kollaritsch zum Thema „Influenza: Epidemiologie und Impfung“ .

Eine Vorankündigung über unsere Aktivitäten ist bereits am 5.9.2005 in der NÖN erschienen.


IMPFSTUDIE:
Für eine Impfstudie des Karl Landsteiner Instituts für Infektionsepidemiologie und Impfwesen in St. Pölten werden freiwillige gesunde Frauen und Männer im Alter ab 18 Jahren gesucht.
Die Studie wird mit einem seit mehreren Jahren in Österreich zugelassenen und mit einem neuen Reiseimpfstoff durchgeführt. Die Studie beginnt Anfang Oktober2005. Jede(r) Teilnehmer(In) erhält eine Aufwandsentschädigung.
Interessierte melden sich im Zentrum für Reisemedizin und Impfwesen, in dem das Karl Landsteiner Institut untergebracht ist, per Telefon, Fax oder E-Mail bei

Dr. Gerald Eder
Julius Raab Promenade 7
3100 St. Pölten
Telefon: 02742/32829
Fax : 02742/32829- 4
E-Mail: Karl-Landsteiner-Institut@dr-eder.com

Vor Aufnahme in die Studie werden Sie umfassend aufgeklärt und können sich eingehend informieren.


Prof. Dr. H. Kollaritsch


Fotos der Institutseröffnung, 26.Sep.05


 

 

 

 

 
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Jahresbericht 2010
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